Psychosomatische Behandlung:
Unser Konzept

Psychosomatische Behandlung: Unser Konzept

Dieses Angebot richtet sich exklusiv an Privatpatienten. Bei psychischen Erkrankungen wie Depression, Burnout, Essstörung oder Traumafolgestörung erfahren Sie in der Klinik im Alpenpark eine maßgeschneiderte therapeutische Behandlung mit täglicher Einzelpsychotherapie sowie begleitenden Gruppentherapien.

Integrativer
Behandlungsansatz

Wir arbeiten nach einem integrativen Behandlungsansatz mit Elementen aus der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie. So können wir gemeinsam an Ihren aktuellen Problemen arbeiten und dabei auch Ihre Biografie berücksichtigen.

Tägliche
Einzelpsychotherapie

Im Fokus der Behandlung steht die intensive Einzelpsychotherapie mit bis zu fünf Einzelsitzungen pro Woche. In der Einzeltherapie finden Diagnostik und Biografie-Arbeit statt. Hier legen Sie gemeinsam mit dem Therapeuten Ihre Therapieziele fest und erlernen Fertigkeiten zur Emotionsregulation und Stabilisierung.


Maßgeschneiderte
Behandlung

Mit nur zwölf Plätzen auf der Station können wir Ihnen eine optimale Behandlung garantieren. Für jeden einzelnen Patienten entwickeln wir einen persönlichen Therapieplan aus Modulen verschiedener Therapiemethoden, der genau auf Ihr Erkrankungs- sowie Persönlichkeitsbild abgestimmt ist.

Gruppentherapie mit Seminarcharakter

Darüber hinaus setzen wir auf eine Gruppentherapie mit Seminarcharakter. Zum einen erlangen unsere Patienten in den Gruppensitzungen Hintergrundwissen über ihre jeweilige Erkrankung. Zum anderen lernen Sie hier, wie Sie Ihre inneren Ressourcen aktivieren können, um beispielsweise ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Mit diesen Diagnosen sind Sie bei uns richtig

Depression ist eine affektive Störung, die sich durch gedrückte Stimmung, negative Gedankenschleifen, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit, aber auch durch Appetit- und Schlaflosigkeit bis hin zu Schmerzzuständen äußern kann. Neben der hochfrequenten Einzeltherapie (mit bis zu fünf Einzelsitzungen pro Woche) setzen wir auf ein multimodales, leitliniengerechtes Behandlungskonzept mit Elementen aus der Gestalttherapie, Physiotherapie, Soziotherapie und Pharmakotherapie.

Burnout beschreibt einen Zustand des emotionalen und körperlichen Ausgebrannt-Seins, ausgelöst durch anhaltenden Stress und Überforderung. Patienten leiden an Kraftlosigkeit, Müdigkeit und begleitender Depression. Der Fokus unserer Behandlung liegt auf den individuellen stressauslösenden Faktoren. Im Rahmen der Therapie erstellen wir gemeinsam Priorisierungslisten und arbeiten an der Aktivierung der eigenen Ressourcen, um die Resilienz unserer Patienten zu stärken.

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) ist eine psychische Erkrankung nach einem oder mehreren belastenden Erlebnissen von außergewöhnlichem oder katastrophalem Ausmaß (psychisches Trauma). Dabei kann die bedrohliche Situation direkt die eigene Person betreffen oder auch nur bei anderen beobachtet und erlebt werden, beispielsweise als Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat.

Unser Behandlungsansatz basiert auf der bewährten EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)-Methode für die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung. Der Patient folgt dabei den Fingern des Therapeuten mit den Augen, während dieser die Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Diese Stimulation nutzt das Gehirn, um die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastende Erinnerung zu verarbeiten.

Bei einer akuten Krise verlieren Menschen das innere Gleichgewicht, wenn sie mit Situationen oder Lebensumständen konfrontiert werden, die sie momentan nicht bewältigen können. Das Denken und das Fühlen sind gestört, die Gedanken drehen sich im Kreis. Ziel unserer Krisenintervention ist es, möglichst schnell mit einer kurzen, aber intensiven Psychotherapie aktuelle Konflikte beziehungsweise unmittelbare Auslöser der Krise zu thematisieren und aufzuarbeiten. Gleichzeitig arbeiten wir an der Problembewältigung, um eine akute Entlastung zu erreichen.

Eine Persönlichkeitsstörung ist ein tief verwurzeltes Verhaltensmuster, das sich in starren Reaktionen auf verschiedene Lebenslagen äußert und die Lebensqualität des Betroffenen massiv beeinträchtigt. Die wichtigsten Formen sind Borderline, antisoziale, narzisstische, schizotypische, selbstunsichere, abhängige und zwanghafte Persönlichkeitsstörungen. Zunächst erarbeiten wir mit unseren Patienten realistische Therapieziele. Mithilfe von Interventionstechniken aus der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie erarbeiten wir Beweggründe für aktuelle Verhaltensweisen, die für die Betroffenen belastend oder hinderlich sind, um schrittweise und nachhaltig eine Verhaltensänderung zu erreichen.

Nicht selten gibt es einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und psychischen Beschwerden wie Depressionen und Angststörungen. Unser interdisziplinäres Behandlungsteam versorgt unsere Patienten deshalb mit einem Gesamtbehandlungsplan, der beide Aspekte umfasst: Neben einer intensiven stationären Psychotherapie begleiten wir unsere Patienten mit kardiologisch-fachärztlicher Kompetenz sowie kardiologischer Diagnostik und Überwachung durch ihren gesamten Aufenthalt.

Hinter Essstörungen wie Binge-Eating oder Bulimie und der häufig daraus resultierenden Adipositas verstecken sich oftmals dysfunktionale Regulationsmechanismen, d.h. Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen werden über das Essverhalten kompensiert. Wir erarbeiten gemeinsam mit unseren Patienten die Gründe für diese Fehlregulationen und unterstützen sie dabei, alternative funktionale Regulationsmechanismen zu entwickeln und einzuüben.

Somatoforme Störungen sind langanhaltende körperliche Beschwerden, bei denen keine klare medizinische Ursache ersichtlich ist. Oft sind es Schmerzen in verschiedenen Körperteilen (z. B. Rücken, Bauch, Kopf oder Gelenken) oder auch Schwindel, Verdauungsbeschwerden sowie Herz- und Atembeschwerden.
Diese Beschwerden stehen häufig stellvertretend für psychisch ungelöste Konflikte. Mithilfe einer dezidierten Biografiearbeit helfen wir unseren Patienten, Zusammenhänge zwischen fehlenden Lösungsstrategien und dem gleichzeitigen Auftreten von körperlichen Beschwerden zu erkennen. Eine wichtige Grundlage bildet dabei das Verständnis, dass Geist und Körper eine zusammengehörige Einheit bilden (=Psychosomatik).

Alpträume sorgen dafür, dass wir aufwachen und uns wie gerädert fühlen. Wer regelmäßig darunter leidet hat, entwickelt oft Angst vor dem Einschlafen. Um wieder zu einem erholsamen Schlaf zurückzufinden, erlernen Patienten bei uns, das Traumgeschehen zu steuern. Bei unserer Alptraumtherapie verbessern wir im ersten Schritt die allgemeine Schlafhygiene und setzen auf Entspannungs- sowie Imaginationsverfahren. Im zweiten Schritt arbeiten wir mit der Imagery-Rehearsal-Therapie an den Trauminhalten.

Surfen, Chatten, Spielen: Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir sind im Schnitt täglich mehrere Stunden online. Die Grenze zur Internetabhängigkeit ist dabei oft fließend. Da ein Verzicht auf Online-Medien im Vergleich zu anderen Süchten schwer umsetzbar ist, zielt die Behandlung darauf ab, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu erlernen und gleichzeitig die sozialen Fähigkeiten in der realen Welt auszubauen.

Hinweis: Für den Erfolg der Behandlung ist es wichtig, dass auch die Angehörigen in die Therapie mit eingebunden werden.

Als Panikattacke wird eine einzelne, plötzlich auftretende und in der Regel nur einige Minuten anhaltende körperliche und psychische Alarmreaktion ohne erkennbaren äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion sind. Die ursprünglich der Energiebereitstellung (und damit dem Überleben) dienenden vegetativen Reaktionen im Körper werden dabei als (lebens-)bedrohlich erlebt, was die Panik weiter verstärkt. Im Fokus unserer Therapie steht deshalb unter anderem das Erlernen von Strategien, um sich selbst zu beruhigen. Darüber hinaus nutzen wir Expositionsverfahren, d.h. die bewusste Konfrontation mit angstbesetzten Situationen, um die meist überwertig erlebten Angstsymptome nachhaltig zu reduzieren.

Grübeln ist ein Begleitsymptom vieler psychischer Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen. In der Therapie vermitteln wir Methoden zur Steuerung der Aufmerksamkeit und Entspannungstechniken, um den Patienten zu helfen, ihre Gedankenspirale zu durchbrechen. Methoden wie das Expressive Schreiben, bei dem belastende Erfahrungen zu Papier gebracht werden, unterstützen die tiefere emotionale Verarbeitung.

* Grübeln ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein Symptom, das bei vielen psychosomatischen Erkrankungen als Begleiterscheinung auftritt.